Islandpferde und ihre Vergangenheit

Die Vorfahren dieser außergewöhnlichen Pferdeart sind die keltischen und germanischen Ponys. Seit dem 13. Jahrhundert wurden keine Pferde mehr nach Island eingeschleust und es entwickelte sich diese eigene Pferderesse unbelästigt von den anderen Pferden.


Übrigens ist die Gangart Tölt den Pferden angeboren, was heißt, dass die Pferde der Germanen schon denGang Tölt beherrschten, was nicht weiter erstaunt, es gab schon immer Pferde die tölten konnten in Mitteleuropa, nur wurden sie durch Zuchtmaßnahmen reduziert, weil für Landbau, die Armee und Ritter andere Kennzeichen wesentlich waren.


Island ist der Hut auf einem Vulkan, überall kocht es und im Schnitt kommt es alle 6 Jahre zu eine Explosion.
Einer der verheerendsten Ausbrüche erlebte man 1783, als der Vulkan Laki Island unter such begrab.
1780 zählte man noch ca. 35.000 Islandpferde, nach dem Vulkanausbruch nur noch knapp 8.200, wobei nur wenige Hundert Herdenstuten überlebten.
Die Folgerung war, dass die Familie sehr eng wurde und infolgedessen Mangelerscheinungen wie Kleinwüchsigkeit die Folge waren.

Weil zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele Pferde als Grubenponies ins Vereinigte Knigreicht exportiert wurden, startete in den 50er Jahren die Ausfuhr von Pferden in einige westliche Staaten und so kamen auch die ersten Islandpder in Deutschland auf, wo sie am Beginn als winzige, zottige Ponys mit seltsamen Gängen beliebäugelt wurden.


Sie fanden aber schnell laufend mehr begeisterte Liebhaber, folglich wurde im Jahr 1968 der Island-Pferde-Züchter und Besitzervereinigung e.V. (IPZV) ins Leben berufen so dass im Jahre 1968 die Island-Pferde-Züchter und Besitzervereinigung e.V. (IPZV) gegründet wurde, die sich ausgeprägt mit der Unterstützung von Zucht, Freizeit und Sport mit dem Islandpferd beschäftigt.


Der Pferdebestand in Island beträgt dieser Tage über 100.000 Tiere. Des Weiteren ist das Islandpferd inzwischen in ganz Europa, den USA, Kanada und Neuseeland verbreitet.


Die kalte Natur Islands die jahrhunderte andauernde Zucht erzeugten ein starkes, kräftiges, ausdauerndes, intelligentes und selbstständiges kleines Pferd, auf das sich der Reiter in jeder Situation verlassen konnte, und das die Gangarten seiner Ahnen heute noch beherrscht: Tölt und Pass.


Durch dieser besonderen Gänge konnten die weiten, oft unwegsamen Strecken, absolviert werden. An das Reitpferd wurden sehr hohe Ansprüche gestellt: Gleichgewicht, Geländesicherheit und Furchtlosigkeit waren fundamental wichtig, es sollte rittig sein, vertrauenswürdig und tapfer, verbunden mit hoher Ausdauer.

Die Unumgänglichkeit des Besitzers, sich komplett auf sein Pferd verlassen zu können, ihm eventuell alles "ausliefern" zu müssen, wenn komplizierte Witterungsumschwünge Brücken fast unpassierbar machten, führte zur Zucht von Pferden, die bei höchster Vertrauenswürdigkeit und bestem Gemüt auch ausgezeichnetem Scharfsinn, Zähigkeit und einen unabhängigen Geist.

Das hat es uns bitte gebracht:

Islandpferde werden gern im Gelände ausgeritten. Die Robusthaltung in Gruppen machen Islandpferde auch nach Stehpausen zu ausgewogenen, liebevollen Reitpartnern. Isländer sind aufgrund ihrer Zucht auch für erwachsene Reiter sehr geeignet, aber wegen ihres ihrer liebevollen Art ebenso ideale Pferde für Kinder. Oft werden sie von ganzen Familien geritten. Begeisterung am Islandpferde ist außerdem hochgradig ansteckend bis ins hohe Alter.